Die Bengalkatze K├Ârperlicher Standard der Bengalkatze

Die Bengalkatze

Ein Vorläufer der Bengalkatze ist die Asiatische Leopardenkatze (ALC Asian Leopard Cat), eine kleine Wildkatze Südost-Asiens und des indischen Subkontinents. 

Die Habitate, in denen sie lebt, sind sehr unterschiedlich und umfassen Tropenwälder, Strauchwälder, Kiefernwälder, landwirtschaftliche Regionen und Gegenden in der Nähe von Wasserquellen. 

Ihre Maße entsprechen in etwa denen einer Hauskatze, aber hier gibt es beachtliche regionale Unterschiede. 

Die Farbe des Fells ist gelb in den südlichen Unterarten und wird grau-silbern in den nördlichen. Die Brust und die unteren Bereiche des Kopfes sind weiß. Es ist mit schwarzen Flecken bedeckt, die je nach Unterart entweder rund oder rosettenförmig sein können. 

Die Leopardenkatze ist ein ausgezeichneter Kletterer und spielt mit dem Wasser.

Sie ist ein Alleingänger außer in der Paarungszeit. Normalerweise bilden Leopardenkatzen Paare, die das ganze Leben lang zusammenbleiben und sich gemeinsam um die Neugeborenen für 7 - 10 Monate kümmern. 

Im Jahr 1963 kaufte der Amerikaner Jean S. Mill sein ersten Leopardenkatzenexemplar (ALC), ein Weibchen namens Malaysia. 

Malaysia wurde mit einem schwarzen Hauskater gepaart und die ersten zwei Hybridexemplare von Bengalkatzen (F1, erste Generation) kamen zur Welt. 

Sie waren wunderschön aber sehr wild. 

Die zweite F2-Generation war nur noch halb so wild.

Die Bengalkatze kann man ab der vierten Generation (F4) und danach als Hauskatze bezeichnen.

Diverse Jahre waren nötig, bevor die Bengalkatze offiziell vom T.I.C.A. als Katzenrasse anerkannt wurde (The International Cat Assotiation) und erst im Jahr 1985 konnte Jean Mill an der ersten Ausstellung teilnehmen. Der Erfolg stellte sich sofort ein.

Einige Jahre darauf entstanden die Farben Snow Linx Point (weiß), Marble, Silver und Black.

Die Bengalkatze ist eine so begehrte Rasse, dass im Jahr 1999 eine Dame aus London eine Ziffer von fünfzigtausend US-Dollar für ein Exemplar zahlte. 

Es handelt sich um die Supercat der Katzen - wie ihre Vorfahren ist die Bengalkatze zum Laufen geboren und deshalb ist ihre körperliche Erscheinung sehr schmal und aerodynamisch.

Wie für den asiatischen Vorfahren ist das sich abhebende Merkmal des Bengalen das getupfte Fell. Die Tupfen verleihen dieser Katze ein wildes und draufgängerisches Aussehen. Ein weiteres unverwechselbares Merkmal ist das Gesicht, das sich durch große Augen (grün, bernsteinfarben, hellblau, grau), runde Ohren und sehr ausgeprägtes und sichtbares Kinn auszeichnet. Die Bengalkatze maunzt nicht, wie es alle anderen Katzen tun, sondern ihr Laut klingt eher wie ein Bellen, ein quietschendes Geräusch. Die Hinterpfoten sind länger als die Vorderpfoten und dies führt zu einem langen, kräftigen Sprung, das von kräftigem Gesäß und Bizeps unterstützt wird.

Da sie so viel mit der Asiatischen Leopardenkatze gemein hat, emuliert die Bengalkatze auch einige ihrer wichtigen Verhaltensweisen. Im Allgemeinen sind sie fröhliche und lebhafte Katzen, die schwer zu zügeln sind. 

Es kann eine starke Bindung zwischen dem Bengalen und seinem Freund/Partner/Herrchen-Frauchen entstehen. Es gibt verschiedene Trainingstechniken, die die Katze durch Befehle, Durchführungen und Belohnungen, die aus Essen bestehen, sehr folgsam machen. Je mehr Zeit es braucht, um einen Bengalen zu trainieren und zu dressieren, desto stärker wird die Bindung zwischen den beiden. 

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Bengalkatze eine lebhafte und fröhliche Familie wie sie selbst es ist braucht, mit Platz und Aufmerksamkeit, die ihr gewidmet werden, um ihrem magischen und wundervollen Charme zu entsprechen.  

 

K├Ârperlicher Standard der Bengalkatze

Der körperliche Standard der Rasse Bengalkatze wurde zum ersten Mal beim US-Verband “TICA” (The International Cat Association, www.tica.org) registriert. 
Im Allgemeinen sollte der Körperbau dieser Katze die seines Vorfahren, die Asiatische Leopardenkatze (WK #1), wiederspiegeln.

Körper

Er ist athletisch, robust, muskulös und hat im Allgemeinen eine längliche Struktur. Die Muskulatur der Bengalkatze ist sehr stark und gut sichtbar. Ihr Vorfahre, die Asiatische Leopardenkatze, lebt hauptsächlich auf Bäumen und für ihr Leben in der Vegetation und für die Jagd braucht sie leistungsstarke Flanken, die viel Kraft auf den rückwärtigen Teil des Körpers übertragen, was ihnen die Möglichkeit gibt, von einem Ast zum nächsten zu springen, während sie Beutetiere, die auf den Bäumen leben, oder kleine Vögel jagen. Die Bengal-Katze hat diese Eigenschaft geerbt, die wesentlich ist (unter den verschiedenen Anforderungen), um bei Ausstellungen, Wettbewerben und Auszeichnungen Siege zu erlangen.
Eine Bengalkatze weist einen ausgeprägten felinen Gang auf, da der hintere Teil des Körpers im Vergleich zum Vorderkörper leicht angehoben ist, was ermöglicht, dass der Schwanz nach unten zeigt, was ihr eine sanft geneigte Bewegung verleiht, wie bei der Asiatischen Leopardenkatze. Bei den anderen Hauskatzenrassen liegen die Flanken horizontal, weshalb der Schwanz hochsteht.
Im von Tica geforderten Standard sind die Körperdimensionen genau definiert und reichen von mittelgroß bis groß, mit bedeutsamen Unterschieden zwischen großen Katern und kleinen Kätzinnen.

Kopf

Der ideale Kopf der Bengalkatze sollte den Eindruck erwecken, dass er im Verhältnis zu den allgemeinen Dimensionen des Körpers etwas kleiner ist. Der Standard sieht vor, dass der Kopf keilförmig sein sollte, mit ovalem Schädel, der zwischen den Ohren herausragt. Die Kurve von der Stirn sollte ohne Unterbrechung in den Nasenrücken übergehen. Der Nasenrücken ist über die Augenlinie hinaus erkennbar. 
Unerwünscht sind Köpfe mit kurzer Schnauze, zu großen Kiefern und einer klaren Unterbrechung des Nasenprofils.

Schnauze

Der TICA-Standard sieht breite und volle Schnurrhaarkissen vor, während im Profil das Kinn mit der Nasenspitze auf einer Linie liegen sollte. Die Wangenknochen sind ausgeprägt. Das Kinn darf nicht vorstehend, sollte aber tief und voll sein. 

Ohren

Der Standard sieht eine leicht seitliche Positionierung der Ohren bezüglich des Schädels vor, leicht nach vorne geneigt. Sie sollten eine breite Basis aufweisen. Niedrige Ohren werden geschätzt, aber unerwünscht sind kleine, spitze Ohren. Die Spitze sollte abgerundet sein. Die Abmessungen gehen von mittelgroß bis klein und die Spitzen (in beiden Fällen) sollten abgerundet sein.

Augen

Sehr geschätzt werden die Augen, die die näher zur Nase und zum Mund liegen als zu den Ohren, wodurch das Gesicht eine breitere Stirn erhält. Ihre Form hat leicht mandelförmig zu sein und nicht zu rund, damit sie nicht ängstlich wirken. 

Nase

Die Nasenscheidewand sollte fließend vom Schädel bis zur Nasenspitze verlaufen. Die Nasenspitze sollte breit und in der Farbe der Haut sein, die von Dunkelrosa bis zu Ziegelrot geht. 
Die Kurve von der Stirn sollte ohne Unterbrechung in den Nasenrücken übergehen. 

Schwanz

Der Standard sieht einen Schwanz vor, der entlang der erhöhten Flanken gleitet und nach unten fällt.

Er sollte mittellang, nicht zu dick, verlaufend zu einem runden Ende und mit der Tendenz zur Verdünnung sein. Er darf nicht zu voluminös oder zu dünn und schmal sein.

Beine und Pfoten

Die Knöchel der Pfoten sollten auffällig sein und die Beine sollten in ihrer Gesamtheit den Eindruck von Stärke und Beweglichkeit vermitteln. 

Die Hinterbeine sind etwas länger als die Vorderbeine und begünstigen einen leichten und abgefederten Schritt.

Im Allgemeinen ist ein zierlicher oder zu schmaler oder zu robuster Knochenbau unerwünscht